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Rovinj

Rovinj – Die Perle Istriens

Endlich ist es soweit. Nach einer langen Anreise über Österreich und Slowenien sind wir gestern in Kroatien angekommen und wurden von azurblauem Wasser und wärmenden Sonnenstrahlen begrüßt. Das Zelt steht, angebadet haben wir, es kann also los gehen mit der Erkundung von Kroatien. Auf unserer ersten Etappe wollen wir Istrien im Nordwesten Kroatiens erkunden. Der Reiseführer schrieb von der Ähnlichkeit zur Toskana (wir sind verliebt) und empfiehlt als Perle Istriens die Stadt Rovinj.

Rovinj

Rovonj liegt an der Westküste Istriens und war eigentlich mal eine Insel, die jedoch 1763 mit dem Festland verbunden wurde. Gut, dann brauchen wir kein Boot. Wir parken etwas außerhalb der Altstadt. Der Parkplatz war schon auf der Hauptstraße gut ausgeschildert und netterweise kostenlos. Nach gut 15 Minuten erreichen wir die Altstadt und die nördliche Seite des Hafens. Auch dort kann man parken, so haben wir aber auch noch einen Blick auf das modernere Rovinj werfen können. An der Schule war gerade Schulschluss und eine Armada an Mopeds und Fahrrädern schoss an uns vorbei.

Hafen und Schornsteine

Der Hafen bot einen schönen Blick auf die Landzunge mit der Altstadt. Die Häuser wurden bis ganz ans Meer gebaut, was wahrscheinlich vor allem bei Sturm nicht nur Vorteile hat. Vor allem die vielen Schornsteine fielen uns auf. Diese sind auch der Grund, warum Rovinj heute denkmalgeschützt ist. Jede Wohnung hat ihren eigenen Schornstein und da früher der Bau großer und prunkvoller Gebäude verboten war, präsentierten die Bewohner ihren Wohlstand an den Schornsteinen und verzierten diese kunstvoll. An der Wasserkante warteten schon die Ausflugsboote auf Gäste für Piraten- oder Sightseeingtouren zu den vorgelagerten 22 Inseln. Daneben befindet sich der Markt mit frischem Obst und Gemüse sowie Produkten der Region. Schade nur, dass die Verkäufer, vor allem in der ersten Reihe, sehr aufdringlich sind. Klar, wir könnten das auch ignorieren, aber das ist nicht so unser Ding. Und darum suchten wir schnell das Weite. Die Altstadt wartet auf uns

Altstadt – wir kommen

So wie erwartet empfingen uns verwinkelte enge Gassen zwischen hohen schmalen Häusern. Dazwischen immer mal wieder ein kleiner Platz. An den Häusern wehte die frisch gewaschene Wäsche im leichten Wind. Anstatt eines Hundes bewachte die Katze den Hauseingang

Kirche der heiligen Euphemia (Sv. Eufemija)

Die Gassen steigen stetig an. Wir sind auf dem Weg hoch zur Kirche der heiligen Euphemia (Sv. Eufemija). Diese dreischiffige barocke Kirche thront hoch oben über Rovinj. Das Innere ist prunkvoll verziert und lässt den venezianischen Einfluss erkennen. Sie erinnert uns stark an die prachtvollen toskanischen Kirchen, welche wir 2015 bewundern durften. Der Kirchturm, wie im italienischen auch Campanile genannt, erwartet unseren Aufstieg. Er sollte der erste von einigen Türmen unseres Kroatienurlaubes sein. Das wussten wir aber da noch nicht. Mit 60 Metern ist er schon beachtlich hoch und gleicht dem Glockenturm zum heiligen Markus in Venedig. Oben drauf steht die 4,7 Meter hohe Statue der hlg. Euphemia, die mit ihrem Arm die Windrichtung weist. Für die Besteigung ist schon ein bisschen Verwegenheit und Höhensicherheit nötig. Teilweise nur über Leitern und stark ausgetretene Stufen erklimmen wir den Turm, immer mit freiem Blick in den Abgrund. Ist schon grenzwertig mit Anja’s Höhenangst. Ober angekommen belohnt uns jedoch der Ausblick auf die vorgelagerten Inseln, die Häfen und die Stadt. Südlich sehen wir das Zlatni rt (Goldenes Kap), eine 70 Hektar große 100jährige Parkanlage

Auch Baden ist möglich

Unterhalb der Kirche entdecken wir den Strand Baluota. Auf 500 Metern Länge laden große Felsplateaus zum Sonnenbaden, kleine Kieselbuchten zum Plantschen und viel blaues, unglaublich klares, in der Sonne glitzerndes Wasser zum Baden ein. Ins Wasser kommt man über Leitern. Leider hatten wir wieder mal nicht an unsere Badesachen gedacht. So blieb uns eine kleine Abkühlung verwehrt.

Wir haben Hunger

Im nördlichen Hafen liegen große Jachten vor Anker. Der Marktplatz mit seinen unzähligen Restaurants lädt zu einer kleinen Pause ein.

Auf der Suche nach dem für uns besten Lokal verschlägt es uns aber wieder weg vom Hafen in die Gassen der Altstadt. Die Trattoria La Vela mit ihrer schattigen, mit Wein bewachsenen Außenterrasse findet unser Gefallen. Und wir werden nicht enttäuscht. Eine herzliche Begrüßung und leckeres Essen und Trinken sind ein würdiger Abschluss für unseren Ausflug nach Rovinj.

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