Wandern

Sächsischer Weinwanderweg Etappe 6

Sächsischer Weinwanderweg

Etappe 6 von Meißen nach Diesbar-Seußlitz

Wir nutzten heute den ersten wärmeren Tag im Februar, um die 6. Etappe des sächsischen Weinwanderweges zu erwandern. Bei frühlingshaften Temperaturen von bis zu 18 Grad und herrlichem Sonnenschein ein Traum im sonst grauen Winter.

Insgesamt 89 km ist der Weinwanderweg lang und auf 6 Etappen aufgeteilt. Dabei sind 1400 Höhenmeter zu bewältigen. Verteilt auf 89 Kilometer absolut machbar.

Die 6. Etappe startet mitten in Meißen am Bahnhof. Entweder man kommt mit Bus oder S-Bahn oder man parkt sein Auto auf dem gleich am Bahnhof gelegenen großen Parkplatz.

Dann geht es auch schon los durch die Gassen rechtsseitig der Elbe, erst mal den Berg hinauf. Am Ratsweinberg solltet ihr die Möglichkeit nutzen, einen Abstecher in einen Seitenweg zu machen. Dort erwartet euch von einem kleinen Balkon eine herrliche Aussicht auf die auf der anderen Elbseite gelegene Albrechtsburg.

Weiter geht es auf den Gassen von Meißen, bevor es steil die Katzenstufen hinauf auf den Bocksberg geht.

Oben erwartet uns die „Schönste Weinsicht 2016 Sachsens“. Bei klarer Sicht hat man eine wundervolle Aussicht auf Meißen, das Elbtal und die umliegenden Weinberge. Leider war trotz blauem Himmel und Sonnenschein unsere Aussicht etwas diesig, aber trotzdem schön.

Weiter geht es am Proschwitzer Schloss vorbei Richtung Winkwitz und Rottewitz nach Zadel. Völlig entspannt wanderten wir durch den Ort als plötzlich mit lautem Gebell ein riesiger Wolfshund in einem Grundstück auf uns zugerannt kam und mit seinen Pfoten und dem Kopf direkt neben uns auf dem Tor auftauchte. Dies quittierten wir mit einem erschrockenen Sprung auf die Straße. Bloß gut, dass es auf den Straßen genauso ruhig wie auf dem Weinwanderweg war.

Pause beim Weingut Prinz zur Lippe

Von diesem Schreck „mussten“ wir uns gleich mal in der Vinothek des Weingutes Proschwitz bei einem kühlen Schluck Weiswein Cuvée „Clemens“erholen. Eine sehr gute Wahl.

Beschwingten Schrittes gehen wir weiter. Bei Wolfgang, dem Wolfshund wechseln wir vorsichtshalber die Straßenseite. Ein Schreck am Tag reicht uns.

Entlang der Straße, aber mit extra Fußweg laufen wir nach Neumühle. Dort geht es wieder mal den Berg hinauf und hinein in den Wald. Es ist Zeit, die Jacke wieder anzuziehen. Es ist eben doch noch kein Frühling. Im dichten Wald kann man fast die Wölfe heulen hören.

Im nächsten Ort Löbsal wartet wieder die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen auf uns. Also Jacke wieder aus und weiter gehts nach Diesbar. Dort geht es auf dem lustig klingenden Weg „Am Brummochsenloch“ hinauf in die Weinberge. Begleitet werden wir von den wundervollen Farben des Sonnenunterganges. Kurz vor Diesbar-Seußlitz ist die Sonne versschwunden und wir sind froh, noch eine Jacke mehr im Rucksack zu haben.

Am Ziel Diesbar-Seußlitz

Das Barockschloss Seußlitz liegt schon im Schatten und die dazugehörige Kirche (erbaut von George Bähr) war leider schon geschlossen. Der Bus Linie 407 Richtung Meißen fährt aller zwei Stunden. Wir haben noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt und entdecken direkt gegenüber der Haltestelle Schloss/Fähre die Besenwirtschaft von Katharina Lai. Das WeinReich hat eigentlich nur Sonntags geöffnet. Da aber wegen Frühjahrsgroßputz und Renovierungsarbeiten Frau Reich trotzdem vor Ort war, bekamen wir netterweise ein Glas Wein, einen selbst gemachten Glühwein und eine riesige Kanne Tee. Dazu zwei Decken und uns war nicht mehr kalt. Wir danken für die Gastfreundschaft.

Ein schöner Wandertag geht zu Ende und bringt sich auch Tage später mit seinem zurückgelassenen Muskelkater  in Erinnerung.

Zum Wanderweg muss noch erwähnt werden, dass die Beschilderung manchmal zu Wünschen übrig lässt und wir froh waren, das Handy mit der Route bei Komoot mitzuhaben. Aus Richtung Diesbar-Seußlitz nach Meißen war der Weg gefühltermaßen besser ausgeschildert. Trotzdem ist der Weg sehr empfehlenswert.

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