Hotel Excalibur Las Vegas
Reisen,  USA

Von Rittern, Roulette und Jetlag

Tag 1 – Ankunft im Land der blinkenden Lichter

Nach gefühlt drei Wochen über den Wolken – tatsächlich waren es nur 14 Stunden über Zürich mit Edelweiss Air – setzen wir am späten Nachmittag endlich in Las Vegas auf. Die Sonne steht tief, und das Licht taucht die ganze Stadt in goldene Wärme. Unser erster Gedanke beim Blick aus dem Flugzeugfenster: „Moment mal – Berge? Hier?“ Irgendwie hatten wir erwartet, dass Las Vegas mitten in der Wüste liegt, flach wie ein Pfannkuchen. Stattdessen steht die Stadt in einem riesigen Becken, umringt von staubgrauen Bergrücken, die in der Abendsonne glühen. Ein echtes „Aha“-Erlebnis – und das noch bevor wir überhaupt den Flughafen verlassen haben.

Der Mietwagen wartet auf uns – soweit die Theorie. In der Praxis steht erst einmal der freundliche Mitarbeiter von Alamo vor uns und bittet uns, die Kreditkarte mit der Buchung „einmal kurz mit PIN zu bestätigen“. Blöd nur, wenn niemand den PIN weiß. Wir schauen uns an, dann auf die Karte, wieder aufeinander. Die Reihe hinter uns wird länger, der Mitarbeiter bleibt geduldig („Take your time…“). Nach einer gefühlten Ewigkeit, viel Herumgefuchtel mit Handy und E-Mail-Bestätigungen – und einer zweiten Kreditkarte – ist das Auto schließlich unser. Erleichterung pur. Wir hätten nie gedacht, dass der spannendste Moment unseres ersten Tages gleich an der Mietwagenstation stattfinden würde.

Kurz darauf rollen wir durch das abendliche Las Vegas – und von Müdigkeit keine Spur mehr. Alles blinkt, glitzert und tönt. Unser Hotel Excalibur sieht schon von außen aus wie ein Freizeitpark: Türmchen, Brücken und bunte Spitzen, die in den Himmel ragen. Der Weg zur Rezeption führt – natürlich – durchs Casino. Es dudelt, klackert und blinkt aus allen Richtungen, während wir uns mit unseren Koffern zwischen Spielautomaten hindurchmanövrieren.

Egentlich wollten wir direkt ins Bett fallen – aber dann gewinnen Neugier und Adrenalin. Zwei Stunden lang ziehen wir noch durch die Nachbarhotels: über gläserne Rolltreppen ins New York-New York mit seiner Freiheitsstatue, dann weiter ins Luxor, wo wir die riesige Pyramide bestaunen und im Inneren fast den Ausgang verlieren. In jedem Hotel eine eigene Welt, ein anderes Thema, und überall das gleiche surrende Grundrauschen von Spielautomaten.

Nach über 24 wachen Stunden schaffen wir es schließlich aufs Zimmer, werfen einen letzten Blick auf das Lichtermeer und fallen ins Bett. Morgen beginnt das Abenteuer so richtig – mit Schlaf, Kaffee und (hoffentlich) weniger Adrenalinschüben an der Rezeption.

Anflug auf Las Vegas
Hotel Excalibur Las Vegas
Casino Las Vegas
Las Vegas - Rolltreppe statt Treppe

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert